„Pegida“und die AfD in Baden-Württemberg

Stand Okt.2016

Via Autonome Antifa Freiburg

Bei der baden-württembergischen Landtagswahl im März 2016 stimmten über 800.000 WählerInnen für die AfD, die damit 15 Prozent der Stimmen erhielt. Auch in Baden-Württemberg brennen Flüchtlingsunterkünfte, die rassistische und menschenfeindliche Hetze im Internet hat stark zugenommen. Anders als in Dresden bei den Aufmärschen der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands» gehen zwar keine zehntausenden RassistInnen gemeinsam auf die Straße. Aber auch im Südwesten versuchen die Nazis immer wieder mit Aufmärschen im Stil von «Pegida» Präsenz zu zeigen und sorgen damit lokal für Aufruhr.

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Martin Hess

Foto

Vor-und Nachname: Martin Hess
Anschrift: 
Straße: 
PLZ: 7xxxx Ort:Bietigheim-Bissingen
Telefonnummer:  
LebensgefährtIn 

Region: Landkreis Ldwigsburg
Bundesland: Baden-Württemberg.

Auf Platz 7 der Landesliste zur Bundestagswahl 2017 kam der Bulle Martin Hess aus Bietigheim-Bissingen, der seine „Fachkompetenz“ im Bereich „Innere Sicherheit“ sieht und „illegale Migration nachhaltig stoppen“ will. Gewählt wurde Hess in erster Linie wegen seiner rassistischen Brandrede, die von seinen ParteikameradInnen bejubelt wurde.

Hinweis zur Recherche: Es werden ausschließlich bereits im Netz vorhandene Informationen zusammengefügt und aufgearbeitet.

„Fellbach wehrt sich“

Stand Nov-2016

Einschätzung

Bei „Fellbach wehrt sich“ handelt es sich um eine armselige, überschaubare Gruppe von Nazis aus dem verschwörungstheoretischen „Reichsbürger“-Spektrum“ rund um Michael Stecher, der auch die gleichnamige Facebookseite betreibt.

Es wird gegen Schutzsuchende, den Islam und alles was die „abendländische Kultur“ gefährden könnte gehetzt, sowie Ängste und Hass geschürt. Desweiteren wird aktiv für ein Verbot „der Antifa“ geworben und deren „Eingruppierung als Terrororganisation“ verlangt. Auch erklärt sich „Fellbach wehrt sich“ auf seiner Facebookseite mit dem PI-Autor und Hassblogger Michael Mannheimer solidarisch.

„Fellbach wehrt sich“ versucht sich als „Frauenhelfer“ und „Gewaltgegner“ darzustellen. Unter dem Deckmantel scheinbar positiv besetzter Begriffe wie „Für Demokratie und für ein friedliches Miteinander“ verbreitet „Fellbach wehrt sich“  rassistische Hetze und sein patriarchales Frauenbild von „wehrlosen Frauen“, die von deutschen Männern beschützt werden müssten.

Man könnte das armselige Häuflein als verwirrte, rassistische Spinner abtun, doch sind bei genauerem Hinsehen direkte Verbindungen in die rechtsradikale und in die offen faschistische Szene zu erkennen:

So erfährt Stecher Unterstützung von dem Karlsruher „Schreikind“ Ester Seitz , die gute Kontakte zur Nazipartei „Die Rechte“ unterhält. Die durch ihre Wut- und Kreischanfälle bei Reden auf Kundgebungen des faschistischen Karlsruher Pegida Ablegers überregional etwas bekanntere Aktivistin steht zudem in Verbindung zu den bundesweit bekannten Nazi-Hools „Berserker“ rund um  Sascha Palosy aus Pforzheim.

Ein weiterer Unterstützer ist Wieland Förnzler aus der Kreuzstraße 18 in 74635 Kupferzell, Ortsteil Hesselbronn. Er gehört zusammen mit seiner Mutter dem Organisationskreis der rassistischen Demos von „Hohenlohe wacht auf“ in Öhringen an.

Ein anderer Beleg für die Vernetzung in die Nazi-Szene ist die Teilnahme von Sebastian Heinzerling aus Ettlingen an den Kundgebungen von „Fellbach wehrt sich“. Heinzerling nahm im März 2016 an dem von der faschistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ organisierten  „Tag der Heimattreue“ in Bruchsal teil.

Letztlich gilt es die Kundgebungen von „Fellbach wehrt sich“, trotz ihrer geringen Teilnehmerzahl, als das wahrzunehmen, was sie sind:

Eine reaktionäre, rassistische und faschistoide Versammlung im öffentlichen Raum. Die wir auch weiterhin kreativ bekämpfen werden!

Die Hauptakteure

Michael Stecher

Ester Seitz

Bisherige „Veranstaltungen“ von „Fellbach wehrt sich“

2016

Samstag, 22. Oktober 2016

Freitag, 09. September 2016

Freitag, den 22. Juli 2016

Freitag, den 17. Juni 2016

Michael Stecher

Stand Nov.2016

michael-stecher-1

Vor- und Nachname: Michael Stecher
Anschrift: 
Straße: Eichendorffweg 11 (1.OG)
PLZ: 70736  Ort: Fellbach
Telefonnummer:  01747085635 
Region: Rems-Murr-Kreis 
Bundesland: Baden-Württemberg

Der „Reichsbürger“ und Facebook-Seitenbetreiber von „Fellbach wehrt sich“ Michael Stecher kommt aus dem verschwörungstheoretischen Spektrum der selbsternannten „Reichsbürger“. In ihrer kruden Theorie leugnen die „Reichsbürger“ die Existenz der Bundesrepublik und sehen sich selbst als Bürger eines noch existierenden, glorifizierten „Deutschen Reichs“. Leicht zu erkennen ist diese extrem rechte Ideologie an der Wortwahl „BRD GmbH“ und einer verkehrt herum getragenen Deutschlandfahne.

In der Vergangenheit filmte Stecher wiederholt antifaschistische und linke Proteste vom Rande ab um gegen diese im Internet zu hetzen. Zudem trat er mehrfach als Redner beim rassistischen Aufmarsch „Hohenlohe wacht auf“ in Erscheinung.

Auf seinen schlecht besuchten Kundgebungen unter dem Namen „Fellbach wehrt sich“  faselt Michael Stecher vordergründig von „Für Demokratie und für ein friedliches Miteinander“ um sogleich  gegen Schutzsuchende, den Islam und alles was die „abendländische Kultur“ gefährden könnte zu hetzten.

Er schürt Ängste und Hass gegen alles und jeden.

Stecher setzt sich aktiv für ein Verbot „der Antifa“ein und verlangt deren Eingruppierung als „Terrororganisation“. Auf seiner Facebook-Seite drohte er in einem Video seinen Gegnern offen mit Gewalt.

Michael Stecher wohnt mit seiner Lebensgefährtin Elke Bayer im 1. OG eines Mehrfamilienhauses, 70736 Fellbach, Eichendorffweg 11. Der Balkon ist mit einer großen Deutschland-Flagge abgeschirmt, die auch auf mehreren Videos von Michael Stecher zu sehen ist.

Hinweis zur Recherche: Es werden ausschließlich bereits im Netz vorhandene Informationen zusammengefügt und aufgearbeitet.

Neue Rubrik -We are watching you!

In unserer neuen Rubrik We are watching you! sammeln wir Infos zu in unserer Region aktiven Nazis, Rassisten, Faschisten, Protofaschisten etc.

Einen Anfang machen wir mit “Fellbach wehrt sich” rund  um den rassistischen Nazi aus dem Reichsbürgerspektrum  Michael Stecher .

Über eure Mithilfe freuen wir uns! Nutzt vorläufig das Kontaktformlar um rechte Aktivitäten in der Region  melden!

Siamo tutti antifaschisti !

 

AfD nominiert Rassisten und Hetzer

Kampf um die vorderen AfD-Listenplätze

Sonnabend, 19.11.2016

Der erste Tag des Landeslistenparteitags der AfD in Kehl begann mit antifaschistischen Protesten. Bei der Wahl der baden-württembergischen Landesliste für die Bundestagswahl 2017 wurde Alice Weidel auf Platz 1 und Lothar Maier auf Platz 2 gewählt. Dubravko Mandic unterlag mit 137 zu 320 Stimmen gegen Marc Jongen bei der Kandidatur um Platz 3, hofft aber noch auf einen „sicheren“ Listenplatz bei der Fortsetzung der Wahlen. Markus Frohnmaierkam auf Platz 4 und Thomas Seitz auf Platz 5, die Plätze 6 bis 38 sollen am 20. November in Einzelwahl bestimmt werden

 

Sonntag, 20.11.2016

Am zweiten Tag  des AfD-Listenparteitags in Kehl wurden die Listenplätze 6 bis 9 für die baden-württembergische AfD-Landesliste zur Bundestagswahl 2017 vergebendes .

Auf Platz 6 wurde der „Dozent für TV-Journalismus und crossmediale Kommunikation“ Jürgen Braun aus Kirchberg an der Murr gewählt. Braun schwadroniert von „nachweisbarer Islamisierung“ und „politischer Korrektheit“, die sich „wie ein Leichentuch über unser Land gelegt“ habe.

Auf Platz 7 kam der Bulle Martin Hess aus Bietigheim-Bissingen, der seine „Fachkompetenz“ im Bereich „Innere Sicherheit“ sieht und „illegale Migration nachhaltig stoppen“ will. Gewählt wurde Hess in erster Linie wegen seiner rassistischen Brandrede, die von seinen ParteikameradInnen bejubelt wurde.

Auf Platz 8 wurde der christliche Fundamentalist Volker Münz aus Uhingen gewählt, der zum „Pforzheimer Kreis“ und zu den „Christen in der AfD“ gehört und gegen „politische Utopien und Ideologien, wie den Multikulturalismus und die Gender-Ideologie“ vorgehen will.

Platz 9 ging mit 53 % der Stimmen an Marc Bernhard, AfD-Stadtrat in Karlsruhe sowie Geschäftsführer und Kaufmännischer Leiter der INIT GmbH Karlsruhe, „weltweit führender Anbieter von integrierten Planungs-, Dispositions-, Telematik- und Ticketinglösungen für Busse und Bahnen“, die ÖPNV-Software herstellt und an Verkehrsunternehmen verkauft. Bernhard kündigte an, den „Bildungsplan“ bekämpfen zu wollen, der „unsere Kinder zum Experimentierfeld Grün-Roter Ideologie gemacht“ habe und fordert „mehr eigene Kinder statt Masseneinwanderung aus fernen Kulturkreisen“.

Die „Flügel“-Kandidatin Anja Markmann war eine von 10 KandidatInnen um Bernhards Listenplatz 9 und erhielt in der Abstimmung 12,7% der Stimmen, Oliver Kloth nur 2,7%.

Die restlichen Listenplätze sollen am 21. und 22. Januar 2017 vergeben werden.

Landesparteitag der baden-württembergischen AfD

Die baden-württembergische AfD auf dem Weg in den Bundestag

 

Autonome Antifa Freiburg  Communiqué vom 19.11.2016

 Am 19.und 20. November 2016 findet in Kehl bei Strasbourg der baden-württembergische Landesparteitag der AfD statt, auf dem die rechtsradikale Partei die Reihenfolge der KandidatInnen auf der Landesliste für die Bundestagswahl 2017 festlegen will. Bei den von der Partei erwarteten zweistelligen Ergebnis gilt eine Wahl auf die vorderen Listenplätze als sicheres Ticket für ein gut bezahltes Bundestagsmandat.

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